Diana, 19
aus Leuna

- Was machen Sie beruflich und welche Art von ESF-Förderung haben Sie bekommen?
- Ganz konkret: wofür haben Sie die Förderung genutzt? Was hat sich dadurch für Sie verändert?
- Wie geht es bei Ihnen weiter?
- Zum Schluss in einem Satz: was ist es, was Sie motiviert zur Arbeit zu gehen?
Zur Zeit bin ich ausbildungssuchend. Eine sehr gute Förderung habe ich durch das Projekt MIRIAM erhalten. Ich hatte die Chance, im Ausland zu arbeiten und eine andere Kultur kennen zu lernen. Besonders haben mir der Gruppenzusammenhalt und die Zusammenarbeit mit den französischen Kollegen und Bewohnern in Le Viel Audon gefallen.
Ich habe erkannt, dass ich aus meinem jetzigen Leben noch sehr viel machen kann. Denn ich bin 18 Jahre alt und habe für mich selbst erlebt und erkannt, dass Veränderungen in meinem Leben sehr positiv sein können. Ich traue mir mehr zu und bin insgesamt selbstbewusster geworden.
Ich möchte ins 300 km entfernte Nordrhein-Westfalen ziehen um mich dort weiterzuentwickeln, sei es durch eine Ausbildung oder durch ein Realschulabschluss..
Arbeit ist für mich sehr wichtig. Sie hilft mir, im Leben weiterzukommen und andere Leute kennenzulernen. Mir bereitet der Umgang mit Menschen sehr viel Spaß. Aber es tut auch gut zu wissen, dass man bei der Arbeit gebraucht wird. Ich habe so die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln.
Informationen zum Programm "IdA - Integration durch Austausch"
Arbeitslosigkeit ist gerade für junge Menschen eine schwierige Erfahrung: Wer sich mehrfach erfolglos beworben hat, verliert nicht nur das Gefühl für seine Stärken und Fähigkeiten, sondern möglicherweise auch den sozialen Anschluss. Diesen Anschluss zu halten, dabei hilft das Programm IdA - Integration durch Austausch: Gefördert werden Arbeitsaufenthalte im EU-Ausland, die arbeitsmarktfernen Jugendlichen und arbeitslosen jungen Menschen einen Einstieg ins Berufsleben ermöglichen sollen.
Die Bundesregierung initiierte das Programm, um die Mobilität arbeitsloser Jugendlicher zu fördern. Die Teilnehmer erlangen durch die transnationalen Projekte zusätzliche berufsspezifische Kompetenzen, die ihnen eine neue Perspektive eröffnen und den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern.
Kernpunkt der Projekt-Aktivitäten ist ein begleiteter ein- bis sechs-monatiger Auslandsaufenthalt als Praktikum, Jobcamp oder Training in einem anderen EU-Mitgliedsstaat. Durch gezielte Maßnahmen wird dieser Aufenthalt vorbereitet. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen erwerben neben berufspraktischen Kompetenzen auch wichtige interkulturelle Fähigkeiten. Toleranz, Rücksichtnahme und Offenheit sind Schlüsselqualifikationen, die durch einen Auslandsaufenthalt maßgeblich gefördert werden. Mit neu erworbenen beruflichen, sozialen und kulturellen Erfahrungen kehren die jungen Menschen mit gestärktem Selbstbewusstsein und attraktiven Zusatzqualifikationen nach Deutschland zurück.
„Ich habe hier gemerkt, dass ich auch im Ausland mit meinen vorhandenen Kenntnissen gut voran komme und was schaffen kann - man muss sich nur drauf einlassen!“
Nicole, Projektteilnehmerin bei MIRIAM mit Aufenthalt in Le Viel Audon (Film)
Ziel des Programms ist es, arbeitsmarktfernen Jugendlichen und arbeitslosen jungen Erwachsenen den Einstieg in eine Berufsausbildung oder ins Berufsleben zu erleichtern.
Wer wird gefördert:
Projekte, die Arbeitsaufenthalte im EU-Ausland organisieren. Zielgruppen sind insbesondere benachteiligte Jugendliche, arbeitslose junge Erwachsene sowie junge alleinerziehende Frauen.
Mehr Infos unter:

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